Einkauf hat zwei Seiten. Die eine ist der Preis, die andere sind Menge und Zeitpunkt. Ich arbeite ausschließlich an der zweiten. Preisverhandlungen, Lieferantenauswahl und Warengruppenstrategie gehören nicht dazu.
Ich bin Davide Elias Pedroso Bussu und arbeite von Hamburg aus. Wer eine Einkaufsberatung sucht, meint damit meist Kostensenkung über bessere Konditionen. Das ist ein eigenes Handwerk, und es ist nicht meines. Damit Sie das nicht erst im Gespräch merken, steht die Abgrenzung hier oben.
Die Mengen- und Terminseite: wie viel je Bestellung geordert wird, in welchem Rhythmus, mit welcher Wiederbeschaffungszeit und welchem Sicherheitsbestand. Nicht die Konditionsseite mit Preisen, Rabattstaffeln als Verhandlungsziel und Lieferantenauswahl.
Die Trennung lässt sich an einer Frage festmachen. Wenn Ihr Thema lautet, wie der Einkaufspreis sinkt, geht es um Konditionen. Wenn es lautet, wie viel Sie wann bestellen sollten und was diese Entscheidung kostet, ist es mein Feld.
Bestellmengen, Losgrößen, Bestellrhythmus, Wiederbeschaffungszeiten, Mindestabnahmen und die Frage, was eine Bestellentscheidung an Kapital bindet. Die Ergebnisse stehen in der Bilanz, nicht im Einkaufspreis.
Preisverhandlung, Lieferantenauswahl und Lieferantenmanagement, Warengruppenstrategie, Ausschreibungen, Vertragsgestaltung und Qualitätssicherung. Dafür gibt es Einkaufsberatungen, die genau das können.
Beide Seiten hängen zusammen, und genau daraus entsteht die Arbeit, die ich anbiete. Ein ausgehandelter Mengenrabatt ist eine Konditionsentscheidung mit einer Mengenfolge. Ob er sich rechnet, entscheidet sich nicht am Preis, sondern an der Menge, die dafür abgenommen werden muss. Dazu unten eine durchgerechnete Grenze.
Vier Felder, die alle dieselbe Frage beantworten: Wie viel Material muss wann da sein, und was kostet diese Entscheidung?
Welche Menge je Bestellung die Summe aus Bestell- und Lagerkosten am niedrigsten hält, hergeleitet aus Ihren Bedarfs- und Kostendaten. Die Rechnung dahinter steht offen unter optimale Bestellmenge berechnen.
Ob ein Artikel besser an einer Bestandsgrenze oder in einem festen Takt ausgelöst wird und was das jeweils an Sicherheitsbestand kostet. Die Verfahren stehen unter Bestellrhythmusverfahren und Bestellpunktverfahren.
Wie lang sie tatsächlich sind, wie stark sie schwanken und welcher Teil davon im eigenen Haus liegt, zwischen Bedarfsmeldung und ausgelöster Bestellung. Dieser Teil ist ohne Verhandlung veränderbar.
Was eine geforderte Mindestmenge oder eine Rabattstaffel an zusätzlichem Kapital bindet und ab welcher Menge der Preisvorteil aufgezehrt ist. Das ist der Abschnitt weiter unten.
Die klassischen Felder einer Einkaufsberatung gehören nicht dazu. Wenn Ihr Anliegen hier steht, brauchen Sie jemand anderen, und das sage ich Ihnen im ersten Gespräch.
Ich verspreche keine Prozente auf den Einkaufspreis. Was ich rechne, ist die Wirkung von Mengen- und Terminentscheidungen auf das gebundene Kapital, und dieses Ergebnis geht in beide Richtungen: Bei manchen Artikeln ergibt die Rechnung größere Lose, bei anderen kleinere.
Wenn Sie beides brauchen, ist das kein Widerspruch. Eine Konditionsverhandlung und eine Mengenrechnung lassen sich nebeneinander führen, nur sollte die Mengenrechnung vor der Zusage stehen und nicht danach. Genau dafür ist der nächste Abschnitt da.
Ein Mengenrabatt lohnt sich bis zu einer bestimmten Abnahmemenge und darüber hinaus nicht mehr. Wo diese Grenze liegt, ist keine Erfahrungsfrage, sondern eine Rechnung mit sechs Eingangswerten.
Der Grund ist einfach: Der Preisvorteil fällt einmal auf den Jahresbedarf an, die Mehrkosten fallen dauerhaft auf den höheren Durchschnittsbestand an. Ab einer bestimmten Losgröße wächst der zweite Posten schneller als der erste.
| Jahresbedarf | 6.000 Stück |
| Einstandspreis | 40,00 Euro |
| bisherige Losgröße | 500 Stück |
| Bestellkosten je Bestellung | 80,00 Euro |
| Lagerkostensatz | 15,7 Prozent |
| Angebot des Lieferanten | 3 Prozent Rabatt ab 6.000 Stück |
Beispielartikel Antriebsriemen. Alle Zahlen sind frei gewählt und sollen die Rechnung zeigen, sie stammen aus keinem realen Vorgang. Der Lagerkostensatz von 15,7 Prozent ist der Wert, der unter Lagerkostensatz berechnen für den dortigen Musterbetrieb hergeleitet wird, aus 5,65 Prozent Kapitalbindung und 10,0 Prozent übrigen Lagerkosten.
neuer Preis: 40,00 − 3 % = 38,80 Euro
Preisvorteil: 6.000 × 1,20 = 7.200,00 Euro
Bestellkosten: 12 statt 1 Bestellung, 11 × 80 = 880,00 Euro
Vorteile zusammen: 8.080,00 Euro
Bestand vorher: 250 × 40,00 = 10.000,00 Euro
Bestand nachher: 3.000 × 38,80 = 116.400,00 Euro
Mehrbestand: 106.400,00 Euro
Lagerkosten darauf: 106.400 × 15,7 % = 16.704,80 Euro
Ergebnis: 8.080,00 − 16.704,80 = − 8.624,80 Euro
Der Rabatt kostet in diesem Beispiel rund 8.625 Euro im Jahr. Der durchschnittliche Lagerbestand ist dafür von 250 auf 3.000 Stück gestiegen.
Vorteile: 7.200,00 + 720,00 = 7.920,00 Euro
Mehrbestand: 38.800,00 − 10.000,00 = 28.800,00 Euro
Lagerkosten darauf: 4.521,60 Euro
Ergebnis: + 3.398,40 Euro
Derselbe Rabattsatz, dieselben Kosten, ein anderes Vorzeichen. Nicht der Rabatt entscheidet, sondern die Menge, die dafür abgenommen werden muss. Wer pauschal vor Mengenrabatten warnt, liegt genauso falsch wie wer sie pauschal mitnimmt.
Die Grenze lässt sich ausrechnen. Für Ihren eigenen Fall genügt eine Formel. Sie setzt den Preisvorteil mit den Mehrkosten des höheren Bestands gleich und löst nach der Abnahmemenge auf:
Grenzmenge = (2 × Jahresbedarf × Rabattsatz ÷ Lagerkostensatz + bisherige Losgröße) ÷ (1 − Rabattsatz)
Eingesetzt: (2 × 6.000 × 0,03 ÷ 0,157 + 500) ÷ 0,97 = 2.879 Stück.
Bis rund 2.879 Stück Abnahmemenge trägt der Rabatt sich selbst, darüber nicht mehr. Die Formel lässt die Bestellkosten bewusst weg, weil sie sich ohne Tabellenkalkulation rechnen lassen soll. Sie ist dadurch die vorsichtigere Variante: Rechnet man die eingesparten Bestellkosten mit, verschiebt sich die Grenze in diesem Beispiel auf rund 3.144 Stück. Wer schnell prüfen will, ob ein Angebot überhaupt in die Nähe kommt, ist mit der kurzen Formel richtig bedient.
Drei Größen verschieben die Grenze am stärksten. Ein höherer Rabattsatz hebt sie, ein höherer Lagerkostensatz senkt sie, und ein kleinerer Jahresbedarf senkt sie ebenfalls. Der Lagerkostensatz ist dabei der Wert, der in den meisten Betrieben als Faustregel im System steht, statt hergeleitet zu sein. Wie er sich aus der eigenen Finanzierungsstruktur ergibt, steht unter Lagerkostensatz berechnen, was das gebundene Kapital insgesamt kostet, unter Kapitalbindung berechnen.
Eine Einschränkung gehört dazu: Die Rechnung betrachtet Preis, Bestellkosten und Lagerkosten. Sie sagt nichts über Lieferfähigkeit, Haltbarkeit, Modellwechsel oder das Risiko, auf einer Jahresmenge sitzen zu bleiben. Diese Punkte können eine Entscheidung kippen, die rechnerisch aufgeht.
In drei Schritten, von denen der erste klärt, ob sich die beiden weiteren lohnen.
Unverbindlich, meist eine halbe Stunde. Wir klären, ob Ihr Anliegen zur Mengen- und Terminseite gehört. Geht es um Preise und Konditionen, sage ich es in diesem Gespräch und nicht nach dem Angebot.
Ich rechne Ihre Bedarfs-, Bestell- und Bestandsdaten durch und lege offen, welche Bestellmengen und Rhythmen sich daraus ergeben und was die heutigen Einstellungen an Kapital binden. Welche Daten dafür nötig sind, steht unter Bestandsanalyse.
Die hergeleiteten Werte gehen ins System, und nach einer vereinbarten Zeit sehen wir nach, ob die Wirkung eingetreten ist. Ohne diesen Schritt bleibt eine Rechnung eine Tabelle.
Ich nenne hier keine Pauschalpreise, weil Umfang und Datenlage zu unterschiedlich sind. Was ein Vorhaben kostet, sage ich Ihnen nach dem Erstgespräch, bevor Sie sich entscheiden müssen. Wie sich diese Arbeit in das größere Bild einfügt, steht in der Übersicht Bestandsmanagement, und wenn Ihr Anliegen breiter liegt, unter Logistikberatung Hamburg.
Aus neun Jahren Disposition und internationaler Beschaffung bei einem Hamburger Industrieunternehmen, also aus der Arbeit selbst und nicht aus ihrer Beschreibung.
Neun Jahre bei der Still GmbH in Hamburg, in Disposition, Bestandsmanagement und internationaler Beschaffung. Das war Tagesgeschäft: Bestellvorschläge prüfen, Lieferzeiten nachhalten, bei Engpässen entscheiden, welcher Auftrag zuerst bedient wird, und mit genau den Mindestabnahmen und Rabattstaffeln umgehen, um die es auf dieser Seite geht.
Dazu ein Bachelor in Technischer Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Logistik an der HAW Hamburg und ein laufendes Masterstudium. Mein Einzugsgebiet ist Hamburg und die Metropolregion, für Projekte, die fachlich passen, komme ich auch darüber hinaus vor Ort. Mehr zum Werdegang steht unter Über mich.
Ich bin Neugründer und führe keine Referenzkunden auf, weil ich keine erfinde. Prüfbar ist stattdessen die Methodik: Jede Formel, mit der ich arbeite, steht mit Herleitung und durchgerechnetem Beispiel offen auf dieser Website. Sie können nachrechnen, bevor Sie anrufen, und genau dazu ist der Abschnitt oben gedacht.
Das hängt vom Anbieter ab. Die meisten arbeiten an Konditionen, also an Preisen, Lieferantenauswahl und Warengruppenstrategie. Ich arbeite an der anderen Seite: an Bestellmengen, Losgrößen, Bestellrhythmus und Wiederbeschaffungszeiten und daran, was diese Entscheidungen an Kapital binden.
Nein. Preisverhandlung, Lieferantenauswahl, Lieferantenmanagement, Ausschreibungen und Vertragsgestaltung gehören nicht zu meinem Fachgebiet. Dafür gibt es Einkaufsberatungen, die genau darauf spezialisiert sind. Wenn Ihr Anliegen dort liegt, sage ich Ihnen das im Erstgespräch.
Bis zu einer bestimmten Abnahmemenge ja, darüber nicht mehr. Die Grenze lässt sich ausrechnen: Grenzmenge gleich zwei mal Jahresbedarf mal Rabattsatz geteilt durch den Lagerkostensatz, plus die bisherige Losgröße, das Ganze geteilt durch eins minus Rabattsatz. Entscheidend ist also nicht der Rabattsatz, sondern die Menge, die dafür abgenommen werden muss.
Den eigenen, hergeleitet aus Kapitalbindung, Raum, Handling, Versicherung und Schwund. Eine Faustregel von 20 oder 25 Prozent verschiebt das Ergebnis erheblich, weil der Satz direkt im Nenner der Grenzformel steht. Wie sich der eigene Satz herleiten lässt, steht ausführlich auf der Seite zum Lagerkostensatz.
Der Zuschnitt. Die Bestandsanalyse geht das gesamte Sortiment durch und leitet alle Bestandsparameter her. Diese Seite beschreibt die Einkaufsseite davon, also Bestellmengen, Rhythmus und Wiederbeschaffungszeiten, und eignet sich auch für eine einzelne Frage, etwa die Bewertung eines konkreten Lieferantenangebots.
Mein Einzugsgebiet ist Hamburg und die Metropolregion, dort sind Termine ohne Aufwand möglich. Für Projekte, die fachlich passen, komme ich auch darüber hinaus vor Ort. Der Rechenteil lässt sich ortsunabhängig erledigen.
Im Erstgespräch klären wir unverbindlich, ob Ihr Anliegen zur Mengen- und Terminseite gehört. Wenn es um Preise und Konditionen geht, sage ich Ihnen das im ersten Gespräch.
Erstgespräch anfragenOder direkt anrufen: +49 163 9217932